FC ELLIKON/MARTHALEN

25-09-2016, 1. Mannschaft Frauen
FC Ellikon/Marthalen - FC Glattfelden
7:1 (5:0)

In ihrem zweiten Saisonspiel der Hinrunde zeigte die Frauenmannschaft des FC Ellikon-Marthalens eine couragierte und überzeugende Leistung und schlug den Gegener FC Glattfelden 7:1. Nach der enttäuschenden Niederlage vom Spiel gegen den FC Bülach konnten die Marthalerinnen so den ersten Saisonsieg einfahren sowie durch die vielen Tore Selbstvertrauen tanken.

Viele Zuschauer hatten den Weg in die Wyland-Arena gefunden, um die Frauenmannschaft des FCEM moralisch zu unterstützen. Dass jene im Begriff waren, ein derart torreiches Spiel zu sehen, wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und doch merkte man den Spielerinnen ihren Siegeswillen und ihren Torhunger ab der ersten Minute des Spiels an. Sofort wurde mit Entschlossenheit nach vorne gespielt und die gegnerischen Reihen wurden heftig unter Druck gesetzt. Für Zuschauer und Spieler war klar – in diesem Spiel würde nur ein Sieg zählen.

Schon nach wenigen Minuten kam die gegnerische Abwehr ins Wanken, konnte eine gute Torchance für Marthalen aber vorerst noch vereiteln. In der 7. Minute jedoch musste der FC Glattfelden das erste Gegentor zum 0:1 durch die Stürmerin Lena Rasi, die den Ball nach einer Flanke vors Tor cool einschob, hinnehmen. In den folgenden 10 Minuten erhöhte der FC Ellikon-Marthalen den Druck laufend, bis in der 22. Minute schliesslich das 2:0 durch die Flügelspielerin Manuela Gutknecht fiel. Nun kam der FCEM erst richtig in Fahrt, während der FC Glattfelden wie betäubt wirkte und immer schwächer zu werden schien. Höchst selten gelang es diesen, in die gegnerische Platzhälfte vorzudringen und diese wenigen Gegenangriffe wurden jeweils souverän von Verteidigung und Goalie des FCEM entschärft. Nur 3 Minuten nach dem 2:0 zappelte der Ball erneut im Tor der Gegner, diesmal durch die Stürmerin Aileen Azzola. Diese traf nochmals in der 31. Minute, durch einen abgefälschten Schuss, zum 4:0.

Nach dieser Phase der Überlegenheit übten die Marthalerinnen bis zur Halbzeit weniger Druck auf das gegnerische Tor aus, bauten dabei jedoch auch in Sachen Passgenauigkeit und Konzentration ab, wodurch Glattfelden zu mehr Ballbesitz und einigen Chancen kam. Trotz dieser Verlagerung des Spielgeschehens gelang Marthalen noch vor der Pause ein weiteres Tor zum 5:0– Aileen Azzola, allein vor dem gegnerischen Tor, trickste den Torwart gekonnt aus und machte damit ihren persönlichen Hattrick perfekt.

Was sich schon vor der Halbzeit angedeutet hatte, setzte sich in der zweiten Hälfte der Partie verstärkt durch: Die Marthalerinnen schienen ihren Fokus etwas zu verlieren- sie waren nicht mehr so konsequent in den Zweikämpfen und konzentriert im Spiel nach vorne, wie zu Beginn der Partie. Dadurch kamen die Glattfeldener zu mehr Spielanteil und erhöhten ihrerseits den Druck, bis sie in der 61. Minute auf 5:1 verkürzten, was nur eine logische Konsequenz auf das Nachlassen des FCEMs war.

Durch das Gegentor wachgerüttelt legten die Marthalerinnen nun wieder mehr Wert auf sauberes Passspiel und verhinderten so eine drohende Druckphase oder potentiellen Aufholjagd des FC Glattfelden. In der 70. Minute konnte Marthalen schliesslich durch Manuela Gutknecht, nach schönem Doppelpass mit June Kälin, auf 6:1 erhöhen. Marthalen hatte sich nach kurzem Einknicken nun eindeutig wieder aufgerappelt und spielte erneut mit Konzentration und Fokus. 5 Minuten später wurde die Frauenmannschaft des FCEMs erneut dafür belohnt, denn Jasmin Hertig konnte einen Eckball zum 7:1 verwerten. Es sollte das letzte Tor in dieser sehr ereignisreichen Partie sein.

Den Marthalerinnen ist es in diesem Spiel eindeutig gelungen, ein Zeichen zu setzten. Sie konnten zeigen, wie viel Qualität in ihren Reihen vorhanden ist und dass der Aufstieg keinesfalls ein vermessenes Ziel ist. Beschwingt durch diesen Sieg, aber dennoch fokussiert, können sie sich auf ihr nächstes Spiel vorbereiten, welches am Sonntag, den 2. Oktober um 13.15 auswärts in Kloten stattfinden wird.

Autor/-in: Tabea Bührer


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