FC ELLIKON/MARTHALEN

Informationen

Auszug aus der Vereins-Chronik

Anpfiff im Fischerdörfchen - Von der Schöni in die Wyland-Arena zum Heute grössten Weinländer Sportverein

Zum Jubiläumsfest "75 Jahre FC Ellikon/Marthalen“ 2009 arbeiteten wir unsere spannende Geschichte auf und daraus resultierte eine schmucke Chronik. Hier ein Querschnitt durch das wechselvolle Schicksal des Fussballclubs.

Die Anfangsjahre

Die 15 Männer, die den FC Ellikon 1934 gründeten, leben heute nicht mehr. Es gibt aber noch Augenzeugen, welche die ersten Jahre des Vereins miterlebten.
Der Elliker Landwirt Adolf Nägeli und der langjährige Marthaler Primarlehrer Jakob Wipf-Wegmann, beide Jahrgang 1924, rannten als Teenager dem Ball in der Schöni nach. Der Platz am Rhein sei nach Regenfällen voller «Lütter» gewesen, erinnert sich Dölf Nägeli. Führte der Strom Hochwasser, wurde die Schöni überflutet, dann mussten die Fussballer Schwänen und Enten weichen. Der Platz sei zwar leicht abfallend gewesen, sagen Dölf Nägeli und Jakob Wipf, habe sich aber gut geeignet für Fussballspiele. Der nahe Damm fungierte als natürliche Zuschauertribüne. Die «Junioren» Wipf und Nägeli tobten sich am Sonntag jeweils vor den Spielen der Aktiven im Elliker «Rheinstadion» aus. Wipf fuhr mit dem Velo von Marthalen nach Ellikon und entging so der Sonntagsschule der gestrengen Martha Schlumpf. «Fussball», sagt der Marthaler Lokalhistoriker, sei damals «eine Sensation» gewesen. In der Erinnerung der beiden Zeitzeugen blieb nicht mancher glanzvolle Sieg der erwachsenen Idole haften. Die spärlichen Erfolge wurden im «Schiff», dem ersten Vereinslokal, lautstark und feuchtfröhlich gefeiert.

pdfVereinsstatuten aus früherer Zeit

Gründungsgeneration
Gründungsgeneration 1934-1940, 1. Mannschaft im 1. Trikot in Ellikon am Rhein

Nachwuchsfreuden

In den 60er-Jahren zog sich die Gründergeneration von den Führungspositionen im Verein zurück. Junge Fussballer übernahmen Verantwortung. Sie hiessen etwa Walter Dünki, Ernst Nohl oder Ruedi Studer. Im Schulhaus Benken wirkte ab 1963 ein dynamischer und redegewandter Primarlehrer, dessen grosse Leidenschaft dem Spiel mit dem runden Leder galt. Reinhard Zweifel schloss sich dem FC Ellikon/Marthalen an und prägte im Verbund mit den Kameraden seiner Generation den Verein während eines Vierteljahrhunderts. Zweifel war ein Glücksfall für den FC E/M, sein Fachwissen ungewöhnlich. "Fussball war damals im Weinland nicht besonders populär“, erinnert er sich. "Ich wurde 1964 Junioren-Obmann beim FC E/M. Wir hatten vielleicht ein gutes Dutzend Junioren zu betreuen. Alle halbe Jahre stiess ein Neuer zum FC E/M. Dann griffen wir hocherfreut zum Telefon und bedankten uns bei den Eltern.“ Dem heute als Präsident des Regionalverbandes wirkenden Zweifel und seinen Mitstreitern war der Aufbau einer vorbildlichen Nachwuchsabteilung zu verdanken, die ihre Anziehunngskraft bis auf den heutigen Tag bewahrt hat.

Die goldenen 70er-Jahre

Es waren eine fussballhistorische Zeit für den FC E/M, denn nie vereinte sich soviel fussballerisches Talent auf dem Schilling. Älteren FC-lern und dem zur Nostalgie neigenden Chronisten zergehen die Namen der Koryphäen aus den späten 70er-Jahre noch heute auf der Zunge. Da waren der eigenwillige Regisseur Ernst Hermann, der mit wehenden Haaren über den Platz stürmte, der feine Techniker Walter Fischer, der pfeilschnelle Franzose Tom Lebreton und Waldemar von Känel. Seine Technik und Spielverständnis waren für Amateurverhältnisse grossartig. Er war schnell und torgefährlich. Nur sein sportlicher Ehrgeiz hielt sich in Grenzen, was ihn vermutlich von einer Karriere in der Nationalliga abhielt. Diese begabten Fussballer schafften 1977 nach einer Durststreckeon 15 Jahren endlich Aufstieg in die dritte Liga, wo Ellikon/Marthalen zwei Saisons ganz an der Spitze stand und en Aufstieg in die zweite Liga relativ knapp verpasste.

Unser Verein

Der Fussballclub Ellikon/Marthalen zählt zu den grössten, regionalen Sportvereinen im Zürcher Weinland.

Unseren Mitgliedern bieten wir die Möglichkeit, sich sportlich, sozial und gesellschaftlich zu engagieren und sich am Fussballsport zu erfreuen.

Neben dem "normalen" Fussballbetrieb führt der Verein alljährlich wiederkehrende Anlässe durch, welche sich in der näheren Umgebung längst etabliert haben.