FC ELLIKON/MARTHALEN

07-04-2018, 1. Mannschaft Herren
FC Thayngen - FC Ellikon/Marthalen
2:3 (1:0)

 


Nach einer zweiwöchigen Spielpause aufgrund Ostern kommt Marthalen in Thayngen nur langsam auf Betriebstemperatur, dreht das Spiel nach einem 2:0 Rückstand aber noch in einen 2:3 Auswärtssieg.

Marthalen vor der Pause schläfrig...
Obwohl die Rückrunde noch sehr jung ist, hat Trainer Enzo Guadagnino bereits mehrere rekonvaleszente Spieler zu beklagen und musste mit einem knappen Kader nach Thayngen reisen. Allerdings darf dieser Umstand keine Erklärung für die uninspirierte und zurückhaltende Leistung des FC E/M in der ersten Halbzeit sein. Klar machte das erstmals warme Wetter den Spieler etwas zu schaffen, die Flut an Fehlpässen und die Passivität in den Zweikämpfen war aber schon augenfällig. Die Gastgeber hingegen starteten motiviert und bestimmt in die Partie und gingen auch schnell mit 1:0 in Führung. Trotz dieses frühen Weckrufes blieb eine Reaktion von Marthalen weitestgehend aus. Zwar zeigte sich die Mannschaft mit fortlaufender Spieldauer stabiler, offensive Akzente vom FC E/M waren vor der Pause aber Mangelware. Aber auch Thayngen zog sich nach der Startviertelstunde in die eigene Platzhälfte zurück, blieb in einem durchschnittlichen Spiel aber die gefährlichere Mannschaft.

...nach dem Seitenwechsel dafür umso leidenschaftlicher
Die Halbzeitpause kam für Marthalen gelegen. Coach Guadagnino appellierte in der Pausenansprache an die Spielfreude und Leidenschaft der Spieler und tatsächlich kamen die Weinländer wie verwandelt aus der Kabine. Plötzlich war man aufsässig im Mittelfeld und Verteidigung und in der Vorwärtsbewegung fand man viel Platz über die Flügel vor. Mitten in diese gute Phase der Marthaler fiel auf kuriose Art und Weise der zweite Treffer für Thayngen. Ein angeblich bereits geklärter Ball hüpfte über den Fuss des Innenverteidigers zum gegnerischen Stürmer, dessen Abschluss via Schienbein eines Mitspielers in Netz rollte. Trotz dieses Rückschlags blieb die Körpersprache von Marthalen positiv und die Angriffsbemühungen wurden schon bald belohnt. Nach 60 Spielminuten und einem Doppelschlag war der Spielstand wieder ausgeglichen und bei beiden Tore standen die gleichen Akteure im Fokus. Zweimal fand Dimitar Nastevski mit seinem Freistoss Stürmer Bosshardt im Strafraum, welcher zuerst per Kopf und danach per Fussspitze den Torhüter bezwingen konnte. Natürlich gab dieser Spielverlauf den Weinländern sehr viel Aufschwung und man war fortan die spielbestimmende Mannschaft auf dem Platz. Thayngen versuchte sein Glück fast ausnahmslos mit langen Bällen des Torhüters, die Verteidigung von Marthalen konnte sich gegen die körperlich überlegenen Gegner aber meistens behaupten. In der Schlussphase entwickelte sich eine packende Partie, in welcher Marthalen auf die Führung drückte und sich fünf Minuten vor Schluss selbst belohnen konnte. Nach einem schnellen Abwurf von Torhüter Nastevski fand der schnelle Pascal Rapold viel Platz vor, hielt sich trotz Grätsche des Gegners auf den Beinen und zog alleine auf den Torhüter los. Anstatt selbst in den Abschluss zu gehen legte Rapold uneigennützig auf den mitgelaufenen N. Meerstetter quer, welcher die Wende mit dem Schuss ins leere Tor besiegelte.

Moral getankt
Mit einem Sieg nach solch einem Spielverlauf tankt die Mannschaft selbstredend viel Moral und freut sich nun auf das Spiel gegen den Tabellenführer Oberwinterthur und zeitgleich auf das erste Heimspiel der Rückrunde in der heimischen Wyland-Arena.


FC Thayngen - FC Ellikon/Marthalen 2:3 (1:0)

Stockwiesen. – Tore: 5. 1:0, 52. 2:0, 57. Bosshardt 2:1, 60. Bosshardt 2:2, 86. N. Meerstetter 2:3 - Ellikon/Marthalen: M. Nastevski, O. Meerstetter, Kümin, Gähwiler, Tunkel, Zuber, D. Nastevski (67. Wiggenhauser), N. Meerstetter, Rapold (89. Eugster), Jung (88. Meier), Bosshardt - Ersatztorhüter: Mesonero - Abwesend: Saia, Hamza, Ehrismann, Venica, Doujak (alle verletzt), Müller (Privat)

Autor/-in: T. Zuber


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